Jahreshauptversammlung 2009
Jahreshauptversammlung
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der FFw Ammern, welche am 07.03.2009 im Schulungsraum der Feuerwehr Ammern stattfand, konnten wir folgende Gäste begrüßen. Den Bürgermeister der Gemeinde Unstruttal Herrn Jürgen Gött, den stellvertretenden Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises Herrn Münzberg, Kreisbrandinspektor Kamerad Lutz Rösener, den Kreisbrandmeister Kamerad Joachim Güntherodt, den Ortsbürgermeister Karl-Heinz Groß und eine Abordnung unserer Partnerfeuerwehr mit dem Ortsbrandmeister Lars Kunz.

Durch die Eröffnung durch den stellvertretenden Wehrführer René Hartung, wurde durch den Wehrführer Martin Winkler, der Jahresbericht über die geleistete Arbeit des Jahres 2008 vorgetragen. Dieser gliederte sich in folgende Punkte auf.
Punkt 1 Einsätze:
Ich möchte das Jahr 2008 als ein ruhiges, in Bezug auf Einsätze bezeichnen. Übungen und Aktivitäten wurden dagegen zahlreich durchgeführt. 2008 wurden wir zu 17 Einsätzen und Hilfeleistungen alarmiert. Das waren 15 weniger als im Jahr 2007. Wie in den Vorjahren standen uns auch 2008 ausreichend Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung. An dieser Stelle wie immer ein Dankeschön an die Arbeitgeber unserer Kameradinnen und Kameraden, für das entgegengebrachte Verständnis und die Einsatzbereitschaft.
Die Einsätze teilten sich wie folgt auf:
Zweimal rückten wir zu Brandeinsätzen aus. Hierbei handelte es sich um einen Gebäudebrand in Dörna und einen Flächenbrand im alten Sandbruch. Zweimal wurden wir zu Verkehrsunfällen auf der B247 gerufen. Sechsmal beseitigten wir Wespennester in und an Wohngebäuden.
Einmal musste die Herrenstraße in Ammern wegen Gasgeruch gesperrt werden.
Einmal gab es einen Einsatz im OBI, der sich als eine Fehlalarmierung der Brandmeldeanlage herausstellte. Zweimal wurde der Sirenenknopf am Kulturhaus vorsätzlich gedrückt.
Zweimal beseitigten unsere Kameradinnen und Kameraden Ölspuren in den Ortslagen Ammern und Dachrieden. Einmal besetzten wir die Feuerwache in Mühlhausen, da diese mit ihren Ortsteilfeuerwehren zu mehreren Bränden im Stadtgebiet im Einsatz war.
Wie schon von mir erwähnt, ist es der guten Einsatzbereitschaft und Motivation unserer Kameradinnen und Kameraden zu verdanken, dass unsere Einsatzfahrzeuge zu jeder Tages- und Nachtzeit fast immer mit vollständiger Besetzung ausrücken konnten.
Mit dem Stand an Personal könnten wir uns zurücklehnen und sagen, unsere Einsatzbereitschaft werktags ist abgesichert. Schaut man aber in die Zukunft, so vollenden in diesem und nächsten Jahr einige Kameraden ihr 60. Lebensjahr. Von diesen haben drei bereits ihre Bereitschaft signalisiert, noch mindestens zwei weitere Jahre in der Einsatzabteilung Dienst zu absolvieren. Damit weiterhin der Brandschutz rund um die Uhr in der Gemeinde Unstruttal abgesichert werden kann, müssen jedoch für unseren Ortsteil und die  Gemeinde weitere stabile und dauerhafte Lösungen gefunden und diese in die Praxis umgesetzt werden.
Die SMS-Alarmierung: Nachdem in den Monaten Februar und März des vergangenen Jahres Störungen mit dem Empfang unserer SMS-Station auftraten, wurde diese durch die Kameraden von der Gemeindeverwaltung auf den Boden der Feuerwehr versetzt. Seitdem läuft die Alarmierung auch in den anderen Ortsteilfeuerwehren störungsfrei.
Hier ein Dankeschön den Kameraden, die soviel Geduld bei der Betreuung der Anlage und der Eingabe der Handynummern in das Alarmprogramm investiert haben.

Anfang des Jahres 2008 fiel unsere Heckpumpe des Löschfahrzeuges aus.
Um den Brandschutz in der Gemeinde Unstruttal trotz dessen tagsüber zu gewährleisten, wurde ein Kamerad der Feuerwehr Reiser mit einem Funkmeldeempfänger von Ammern ausgerüstet. Dieser sollte im Fall einer Alarmierung die Kameraden aus Ammern mit einem Einsatzfahrzeug unterstützen. Trotzdem blieb in diesen vier Tagen ein ungutes Gefühl. Während meiner 30-jähren Tätigkeit kann ich mich nicht daran erinnern, dass die FFw Ammern jemals ohne Löschfahrzeug auskommen musste.
Punkt 2: Im Ausbildungszentrum am Böhntalsweg wurden von unseren Kameraden folgende Lehrgänge besucht: Ein Kamerad nahm am Grundlehrgang Teil A teil. Zwei Kameraden besuchten den Funklehrgang. Ein Kamerad absolvierte den Atemschutzgeräteträgerlehrgang.
14-Kameraden sowie 1 Kameradin durchliefen die Atemschutzstrecke.
Zwei Kameraden besuchten in Bleicherode bei dem Stromanbieter E-ON Thüringen eine Schulung zum Thema „Gefahren bei Unfällen mit Strom und Gas“.
Weiterhin wurden die Ausbildungsmöglichkeiten der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz in Anspruch genommen. Zwei Kameraden absolvierten den Lehrgang Strahlenschutz Teil 1.
Zwei Kameraden nahmen an der Einweisung und Übergabe des Gasmessgerätes für das ABC-Auto teil. Somit ist es uns als Feuerwehr nun möglich, bspw. leicht entzündliche Gase, wie Erdgas und Propangas aufzuspüren.

Ein Kamerad besuchte den Gefahrguttag der Feuerwehrschule in Heyrothsberge.
Am Kreisausscheid Löschangriff nach DV 3 in Nägelstädt nahmen wir im vergangenen Jahr ebenfalls wieder teil. Viel Zeit wurde durch einen Schlauchplatzer verschenkt und einem Kellereingang, der nicht sofort gefunden wurde, da sich der Zugang seitlich der Außenwand befand. In dem stark verqualmten Keller musste ebenfalls eine verletzte Person gefunden und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Dies kostete viel Zeit, weshalb es nur für eine mittlere Platzierung reichte. Ansonsten war es eine ordentliche Leistung der Kameraden. Dafür an die Teilnehmer ein Dankeschön.
Die Beteiligung an den monatlichen Schulungsabenden war recht unterschiedlich. Im Großen und Ganzen jedoch zufrieden stellend. Nur im Monat Dezember fanden gerade mal 15 Kameradinnen und Kameraden den Weg ins Gerätehaus. Die anderen waren bei Weihnachts-, Jahresabschluss- oder in Vereinsfeiern eingebunden.
Die Arbeit unseres Jugendwartes zeichnet sich durch eine beharrliche und zuverlässige Arbeit aus, die sich in den wöchentlich durchgeführten Übungsstunden und anderen Aktivitäten widerspiegelt. Dafür Klaus Klinge ein Dankeschön.
Trotzdem besteht weiterhin das Problem einen zweiten Jugendwart zu finden, der dauerhaft mit Klaus die Übungsstunden durchführen kann. Sehr oft unterstützen ihn zwar einige Kameraden, bei denen ich mich an dieser Stelle bedanken möchte, aber das reicht natürlich nicht aus.
Punkt 3: Im Januar nahmen einige Kameraden an der Jahreshauptversammlung unserer Partnerwehr in Hohenhameln teil.
Anfang Februar wurde wieder geschlachtet. Das Schlachtfest ist ein weiterer Höhepunkt in unserem Kalender und erfreut sich alle zwei Jahre einer ständig wachsenden Beteiligung. Damit nicht nur gegessen und zugeschaut wird, wurde daraus auch ein Renovierungswochenende. Der Altersunterschied der Kameradinnen und Kameraden von 12 - 63 Jahren spielte dabei keine Rolle. Neben dem Jugendfeuerwehrraum, welcher durch die Jugendfeuerwehr gestrichen wurde, haben der Schulungsraum und der Treppenaufgang einen frischen Farbanstrich bekommen. Eine dritte Gruppe fertigte einen neuen Fahrradständer an. Weiterhin wurde die Außenanlage neu gestaltet und die Grünfläche so vorbereitet, damit im Laufe des Frühjahres mit der Erweiterung unseres Parkplatzes begonnen werden konnte.
Folgende Firmen unterstützten uns bei diesen Bauvorhaben:
Elektro-Beubler, Garten- und Landschaftsbau Krenz, Kaufhold Transporte, Universalbau, Reinigungsfirma Buch, Metallbau Schäfer und nicht zu vergessen die Gemeinde Unstruttal.
Mit einem Problem mussten wir im Februar ebenfalls fertig werden. Es gab einen Rohrbruch im Fußboden des Jugendfeuerwehrraumes, der teilweise durch Eigenleistung unserer Kameraden wieder behoben wurde. Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, führten wir unsere Jahreshauptversammlung 2008 durch. Dazu konnten wir eine Abordnung unserer Partnerwehr aus Hohenhameln begrüßen.
Im April wurde eine Alarmübung in der Regelschule Unstruttal OT Ammern im Beisein von 5 Kameraden unserer Wehr durchgeführt.
Am 30. April bzw. 1.Mai richteten wir das zur Tradition gewordene Maifeuer aus.
Im Juni nahm eine Abordnung unserer Wehr an den Feierlichkeiten zum 1111-jährigen Ortsjubiläum in Lengefeld teil. An diesem Tag wurde dort auch das „Spiel ohne Grenzen“ durchgeführt. Dabei belegten wir einen mittleren Platz. Zum Verbandstag in Hildebrandshausen vertraten uns vier Kameraden. Auch zu dem Kreisfeuerwehrseniorentreffen des Verbandstages nahmen fünf Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung teil. Zum Kinderfest wurde, wie in jedem Jahr, der Umzug abgesichert. Im Juli führten wir unseren “Tag der offenen Tür“ durch. Das große Interesse und die rege Teilnahme unserer Bürger zeigte uns, dass die viele Arbeit unserer Wehr in unserem Ortsteil geschätzt wird. Zur Absicherung des Kirmesumzuges in Mühlhausen Ende August, erklärten 16 Kameradinnen und Kameraden ihre Bereitschaft.
Im November wurde an zwei Abenden das Gerätehaus gründlichst gesäubert, sowie die Fahrzeuge und Geräte gewartet, um auf den bevorstehenden Winter vorbereitet zu sein.
Im Dezember stellten wir, wie in jedem Jahr, den Weihnachtsbaum am Anger auf, schmückten diesen und organisierten beim Weihnachtsmarkt den Fischstand. An dieser Stelle ein Dankeschön an Steffen Hentrich für die großzügige Unterstützung, sowie an Kamerad Mario Vockrodt und das gesamte Team der Gaststätte “Zur Guten Quelle“, dessen Unterstützung eigentlich schon selbstverständlich geworden ist. Sie stehen uns bei gastronomischen Anliegen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Für das zurückliegende Jahr 2008 kann ich von einer guten Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und unserer Feuerwehr berichten. So fanden zwei Treffen in der Gemeindeverwaltung zu den Themen Absicherung des Brandschutzes, aktueller Stand der Technik und Ausrüstung sowie baulicher Zustand der Gerätehäuser statt. Dies ist Ausdruck dafür, dass der Bürgermeister Herr Gött ein offenes Ohr für die Probleme der Feuerwehren hat und sich dieser auch annimmt.
Zum Abschluss möchte ich mich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die im vergangenen Jahr gezeigte Einsatzbereitschaft bedanken, besonders auch bei meinem Stellvertreter René Hartung. Nun wünsche ich allen Kameradinnen und Kameraden für das Jahr 2009 bei eventuellen Einsätzen eine gesunde Heimkehr und am heutigem Abend viel Spaß.

 

Partner der Feuerwehr