Zu wenige Feuerwehrmänner haben Lkw-Führerschein
Fuehrerschein
Der neue Feuerwehrführerschein bringt den Thüringer Feuerwehren offenbar kaum Nutzen. Das ergab eine Umfrage von MDR 1 RADIO THÜRINGEN unter den Brandschutzämtern der Landkreise und kreisfreien Städte. Wie der Kreisbrandinspektor des Unstrut-Hainich-Kreises, Lutz Rösener, sagte, ermöglicht der Führerschein das Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen mit einem Pkw-Führerschein. Die meisten Fahrzeuge seien aber schwerer. Für wenige Kommunen, mit leichteren Feuerwehrfahrzeugen, könne der Führerschein aber eine Hilfe sein, hieß es.

Die Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren wegen fehlender Führerscheine sehen die Brandschutzämter derzeit als gering an. Dies könne sich in Zukunft aber ändern. So gab es im Saale-Orla-Kreis in diesem Jahr bereits drei Fälle, in denen Feuerwehren zu spät zum Einsatz kamen, im Kreis Nordhausen sechs Fälle. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen hatte es in dieser Woche bei der Feuerwehr in Oberhof Probleme gegeben. Nach einem Lkw-Unfall konnte die Feuerwehr nicht ausrücken, weil keine Fahrer zur Verfügung standen.

Mehrere Landkreise unterstützen die Kommunen inzwischen in Einzelfällen bei der Finanzierung von Lkw-Führerscheinen für Feuerwehrleute. So hilft beispielsweise der Kreis Weimarer Land den Stützpunktfeuerwehren, die über besonders viele Lkw verfügen. Aber auch die Stadt Weimar, der Landkreis Gotha und der Kreis Hildburghausen stellen Gelder zur Verfügung.

Bundestag und Bundesrat hatten den Feuerwehr-Führerschein vor der Sommerpause verabschiedet. Demnach können Feuerwehrleute künftig mit ihrem Pkw-Führerschein auch größere Fahrzeuge fahren. Bis 4,75 Tonnen reicht dafür eine Nachschulung innerhalb der Feuerwehr. Bis 7,5 Tonnen muss eine abgespeckte Ausbildung in der Fahrschule absolviert werden.

Quelle: www.mdr.de
 

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